Beim Lernen von Fremdsprachen verbringt jeder viel Zeit mit dem Erfassen, Trainieren und Abfragen der Vokabeln. Wie viel Zeit, hängt vor allem von der aufgebrachten Disziplin und der verwendeten Methode ab. An diesen beiden Punkten setzt viaverbi an.

Wohl die beliebteste und am meisten Erfolg versprechende klassische Lernmethode ist der Karteikasten nach Dr. Sebastian Leitner, in dem für jede Vokabel eine Karteikarte angelegt wird - Vorderseite: Fremdsprache, Rückseite: Muttersprache. Wird eine Vokabel beim Abfragen gekonnt, wandert ihr Kärtchen ein Fach weiter nach hinten; bei einer falschen Antwort wandert das entsprechende Kärtchen zurück in das erste Fach. Das erste Fach wird täglich abgefragt, zu den hinteren Fächer werden die Zeitabstände immer größer.

Der Sinn ist einfach und einleuchtend: am Anfang werden die Vokabeln häufig abgefragt und auf diese Weise intensiv gelernt. In den späteren Lernstufen wird das Wissen in den seltener werdenden Abfragen gefestigt; häufigere Abfragen wären in dieser Phase für den langfristigen Lernerfolg eher hinderlich. Die Vokabeln auf den K 0rtchen, die sich im hintersten Fach des Karteikastens befinden, sind l 0ngst im Langzeitgedächtnis. "Schwierige" Vokabeln bleiben zwangsläufig länger in den vorderen Fächern und werden so besonders geübt.

Dieses einfache und wirkungsvolle Prinzip überträgt viaverbi auf den Computer. Vokabeln werden zunächst von Hand eingegeben (sie können zwar auch importiert werden, aber dann fehlt normalerweise ein wichtiger Schritt im Lernprozess). Wie im Karteikasten nimmt auch in viaverbi jede Vokabel ihren eigenen Weg über die Lernstufen, bis sie im Langzeitgedächtnis verankert ist. Und natürlich fallen auch in viaverbi die Vokabeln, die bei der Abfrage nicht gewusst werden, auf die erste Stufe zurück.

Gegenüber dem Karteikasten hat viaverbi einige Vorteile. Zun 0chst einmal wird das zu Grunde liegende Prinzip exakter umgesetzt. Wenn man viaverbi regelmäßig nutzt, werden Vokabeln immer zum optimalen Zeitpunkt abgefragt. Ein Karteikasten weiss nicht, wann ein Kärtchen in ein bestimmtes Fach gekommen ist. viaverbi kennt jede Vokabel genau und weiss, wann sie das nächste Mal abgefragt werden muss. Dieses Wissen behält viaverbi nicht für sich, sondern teilt - auf Wunsch schon beim Einschalten des Computers - mit, wie viele Vokabeln zur Abfrage fällig sind.

Dies ist für die Disziplin ebenso förderlich wie die zurückhaltende grafische Gestaltung und die bewusste Beschränkung auf die wirklich wichtigen Funktionen und Einstellmöglichkeiten. Besonders positiv für die Motivation ist die Erkenntnis, dass sich viaverbi beim Abfragen auf das Nötige beschränkt. Trotzdem oder deswegen verhilft viaverbi in den meisten Fällen trotz geringeren Zeitaufwandes zu mehr Erfolg beim Vokabeln lernen.